Joker – A Bitter Sweet Symphony

Das Lachen wird dir oft im Hals stecken bleiben. Und das ist gut so.

Joker

A Bitter Sweet Symphony

Zu lange ist es her, dass ich mich nach einem Kinobesuch so gefühlt habe.

Ich würde mich keinen riesigen Batman oder DC-Freak nennen, aber mir gefallen die Tim Burton Filme und ich liebe die Nolan Trilogie sehr. Und mir war etwas komisch, als ich damals von einem Jokerfilm gehört hab. Man lässt sich eben anstecken.
Aber eines vorweg. Heath Ledgers Joker wird nichts genommen.

Joaquin Phoenix ist bekannt dafür, sich seine Rollen sehr vorsichtig auszusuchen. Dass man sich also ausgerechnet für einen, der nicht wirklich für franchises und Konsorten zu haben ist, entschieden hat, hielt ich für einen spannenden Hoffnungsschimmer.

Joker war für mich in jeglicher Hinsicht eine Wucht, eine Oper schon fast.
Der Ton, die Farbpalette, die Cinematographie, das New Yo... das Gotham City der 80er und der absolut wahnsinnige Score von Hildur Guðnadóttir, dem ich mich hingab wie einem äusserst erfüllenden Liebhaber.

Das Lachen wird dir oft im Hals stecken bleiben. Und das ist gut so.

Todd Phillips' Joker ist ein Film, der beschäftigt. Einer, der deine Gefühle ernst nimmt, ihnen fast gefährlich viel Raum gibt, statt sie zu reduzieren auf gut oder schlecht, lustig oder traurig, richtig oder falsch. Und das verdient meinen vollen Respekt.

Ich mein Joker ist schon cool, oder? Badass, oder? Was, wenn dir der Film diesbezüglich aber im Grunde nur wenig Fan-Service bietet? Dich selbst entscheiden lässt? Mit allen Konsequenzen? Wo stehst du dann?

You don’t listen, do you?

Fragen über Fragen. Hochaktuell. Kritisch. Schockierend. Wunderschön.
Schaut ihn. Und schaut ihn im Kino.

Ach ja. Phoenix, der in praktisch jeder Szene des Films als Arthur Fleck/Joker zu sehen ist, ist nichts weniger als phänomenal.

Und zum Schluss, obwohl ich nicht weiss, ob ich das wirklich sollte.

Fucking hell, this joker looks badass! Ich chönnt brüele!

Hast du den Film gesehen? Very open for discussion.

2 Kommentare
  1. Nei i fendne ned guet, är spelt vell z plomp ofde Tragödie-Klaviatur ome, goht e Lischte dore vo Sache wo em Arthur passiere müend damet er letschtlech zom Joker werd, of sehr onsubtili Art ond öbers „tell, don‘t show“-Prinzip, aber wasmi am meiste ufregt esch d Manipulation wode Regisseur am Zueschauer vornemmt endem er eifach alles wonem grad öber Tragödie e Senn chonnt ond tänkt „ou jo, das werd bem Publikum achoh, schliesslech läbe die meiste Lüüt jo enere Tragödie ond fühle sech denn agsproche“ e Felm inepappet. Weni en ähnleche Felm wott luege wo das ganze aber tatsächlich subtiler ond imo au realestischer zeigt luegi lieber The Machinist. En mental illness esch imo ned eifach so schwarz/wiiss wies eus de Felm zeige wott, ned NOR e Tragödie (SPOILER: wenn de Arthur am Ändi wenigstens nome ede Komödie hätt chönne achoh als Joker, wäri die Wandlig för mi vell befredigender gsi, aber de Felm esch eifach NOME Gjammer, nome mimimi 😅). Of so Züg ghei i eifach nöm ine ond i ha Müeh met so lazy storytelling ^^
    Nei, de Felm esch för me jede Tag nach Sechtig schlächter worde, aber de Joaquin Phoenix het wörkli guet gspelt, aber d Musig, ähh, si esch so erdröckend ond metde Ziit nervig worde för mi…😆
    Du wersch jo eh nie erfahre wär i be, drom hani tänkt might as well speak out on it 🙂

    1. Ich find en idrücklicher, je me ich mich devo entferne. Und ich bi so ziemli s‘Gägeteil vome ‚Tragödie-Mänsch‘.

      Merci für dini Meinig, schnäuz. Much appreciated.

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